Mit allen Sprachen von der Kita in die Schule: Rucksack KiTa startet in Bielefeld

Mit allen Sprachen von der Kita in die Schule: Rucksack KiTa startet in Bielefeld

Der Beginn des neuen Schuljahres ist nicht nur für die Kinder in der ersten Klasse eine spannende Zeit. Auch in den Kitas bereiten sich die „Großen“ auf den näher rückenden Wechsel in die Schule vor. Mit Rucksack KiTa startet in Bielefeld im Quartier Baumheide/Milse ein Sprach- und Familienbildungsprogramm, das sich insbesondere an mehrsprachig aufwachsende Kinder im letzten Kita-Jahr richtet.

Am Mittwoch (08.09.21) fand die Kick-off-Veranstaltung in der DRK Kita Mehlhausen statt. Eingeladen waren die Leitungen und pädagogische Fachkräfte der Pilot-Kitas, die Rucksack-Elternbegleiter*innen sowie Vertreter*innen der Kitaträger und der ebenfalls beteiligten Grundschule Milse. Landesprogrammkoordinatorin Miriam Weilbrenner (MKFFI), Sozialdezernent Ingo Nürnberger und Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher steuerten Grußworte bei.

zu sehen (v.l.n.r.): Roujin Bijo (Elternbegleiterin); Jaqueline Richter (Einrichtungsleitung AWO Kita Moenkamp); Thomas Euler (Vorstand AWO OWL); Başak Esen (Elternbegleiterin); Ilka Dittmann-Koch (Fachberatung Ev. Kirchenkreis Bielefeld); Ingo Nürnberger (Dezernent für Soziales und Integration Stadt Bielefeld); Sandra Gorkisch (Einrichtungsleitung Ev. Kita Baumheide); Dennis Grünkemeier (Leitung Grundschule Milse: Rucksack Schule ab 2022, wie RK als Teil des Gesamtkonzeptes Bielefelder Viadukt); Elena Lortkipanidze (Elternbegleiterin); Holm Sternbacher (Bezirksbürgermeister); Christopher Brandes (Vorstand und Geschäftsführer DRK Bielefeld); Diana Lehmann (Einrichtungsleitung DRK Kita Traumheide); Dörthe Rutschick (Einrichtungsleitung DRK Kita Mehlhausen)

Das Programm Rucksack KiTa ist in vielen Städten und Kommunen in NRW sowie bundesweit fester Bestandteil der Bildungslandschaft. Zugrunde liegt eine besonders intensive Form der Bildungspartnerschaft zwischen Familie und Kita: Unterstützt von ehrenamtlichen Elternbegleiter*innen erproben die Eltern einmal wöchentlich Themen und Aktivitäten zur Sprachförderung, die sie mit den Kindern zu Hause in der jeweiligen Familiensprache vertiefen. Erklärtes Ziel des Rucksack-Programms ist also nicht allein die mehrsprachige Förderung der Kinder; es geht auch um eine verstärkte Teilhabe der Eltern und um die Öffnung der Kitas mit Blick auf die Vielfalt in der Stadtgesellschaft.

Wenn die großen Kita-Kinder im nächsten Jahr in die Schule kommen, können sie und ihre Eltern nahtlos in das Schwesterprogramm Rucksack Schule einsteigen, dass ab dem nächsten Schuljahr zunächst an der Grundschule Milse angeboten wird. Die unmittelbare Verknüpfung der beiden Rucksack-Programme im letzten Kita-Jahr und im ersten Schuljahr ist der Kern des Übergangskonzeptes „Bielefelder Viadukt“, das in enger Kooperation zwischen dem Kommunalen Integrationszentrum, dem Bildungsbüro und dem Jugendamt der Stadt entwickelt wurde. Möglich wird die Umsetzung des Konzeptes nicht zuletzt dank der Mittel aus dem Integrationsbudget.

Die jetzt startenden Kitas (DRK Kita Mehlhausen und DRK Kita Traumheide, AWO Kita/Familienzentrum Moenkamp und ev. Familienzentrum Baumheide) betreten als Rucksack-Pioniere den „Bielefelder Viadukt“. In den nächsten Jahren plant die Stadt eine Ausweitung des Programms, so dass sich in weiteren Quartieren mehrsprachige Kinder mit einem Rucksack voller Sprachen von der Kita in die Schule aufmachen können.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung (v.l.n.r.): Thomas Euler (Vorstand AWO OWL); Ingo Nürnberger (Dezernent für Soziales und Integration Stadt Bielefeld); Jaqueline Richter (Einrichtungsleitung AWO Kita Moenkamp)

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