Organisatorisches griffbereitMINI

Organisatorisches griffbereitMINI

Eckpunkte griffbereitMINI-Gruppe:

  • Art der Veranstaltung: Eltern-Kind-Aktivitäten in den jeweiligen *Familiensprachen
  • Alter der Kinder: von ungeboren bis zu einem Jahr
  • Teilnehmer(innen)zahl: bis zu 8 *Eltern/*Familien pro Gruppe
  • Turnus: regulär 1 x pro Woche (kann auch häufiger stattfinden, sofern der Bedarf bei den *Familien besteht) für 90 min
  • Laufzeit: bis zur Vollendung des ersten Lebensjahrs
  • Leitung: 2 Gruppenbegleiter*innen (idealerweise eine pädagogische Fachkraft und ein*e Elternbegleiter*in; wenn nicht anders zu realisieren auch zwei Elternbegleiter*innen), mindestens aber 1 Person in der Rolle der Gruppenbegleitung


Rolle Gruppenbegleiter*innen:

Es ist wichtig bei der Auswahl der Gruppenbegleiter*innen auf ihre sprachliche Kompetenz zu achten. Bei einer Doppelbesetzung kann eine der beiden Gruppenbegleiter*innen einsprachig Deutsch sein, wenn die zweite Leitung mehrsprachig ist und Deutsch als Zweitsprache gut beherrscht. Die Gruppenbegleiter*innen sichern somit auch die durchgängige und verlässliche Verwendung der MehrSprachigkeit in der Gruppe.

MehrSprachigkeit, vielfaltsorientierte Zusammenarbeit und offenes Miteinander sind Eigenschaften, die die Gruppenbegleiter*innen –auch den *Eltern/*Familien gegenüber–vorleben. Die Impulse, die von den Elternbegleiter*innen durch die Gestaltung der griffbereitMINI-Gruppen mit spielerischen Aktivitäten, Liedern und Anregungen gesetzt werden, geben den *Eltern/*Familien neue Ideen und Sicherheit für die Beschäftigung mit ihren Kindern und die Stärkung der Beziehung in der Familie.

 

Qualifikation Gruppenbegleiter*innen:
Die Gruppenbegleiter*innen werden vor Beginn der Programmdurchführung auf ihre Tätigkeiten vorbereitet (Konzept, Ziele und Inhalte des griffbereitMINI-Programmes[1]). Um eine hohe Qualität in der Umsetzung der griffbereitMINI-Gruppe zu sichern, sollte den Gruppenbegleiter*innen fortlaufend ein Angebot an Weiterbildungen zur Verfügung stehen.

Organisation Gruppenbegleiter*innen:
Neben Weiterbildungen ist eine regelmäßige Begleitung und Beratung der Gruppenbegleiter*innen für Austausch, Reflexion, Auswertung sowie Vor- und Nachbereitung der Gruppenarbeit erforderlich. Die Anleitung sowie programmbegleitende Qualifizierung wird an die Bedarfe der Gruppenbegleiter*innen angepasst. Je nach beruflicher Vorqualifikation der pädagogischen Fachkräfte müssen diese z.B. nicht zwingend alle Teile der Qualifizierung mitmachen. Nach der Programmeinführung sollten regelmäßig Austausch- und Reflexionstreffen mit allen Akteuren (ca. alle 6-8 Wochen) stattfinden.

Organisation Programmkoordinator*in:
Die anleitende Person übernimmt die Einweisung in das Programm, die Begleitung bei der Ansprache und Zusammensetzung einer griffbereitMINI-Gruppe, ggf. die Ansprache und Absprachen mit den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung, die Anleitung der Elternbegleiter*innen und die Fortbildung von Elternbegleiter*innen und pädagogischen Fachkräfte.

[1] Weitere inhaltliche Schwerpunkte sind: Die Rolle als Elternbegleiter*in, die griffbereitMINI-Materialien, die praktische Umsetzung, Reflexion, Gesundheitsthemen, Alltagsunterstützung, usw.

Entwicklung

MehrSprachige Kinder entwickeln sich genauso wie einsprachige Kinder

Überforderung

MehrSprachigkeit ist eine Chance, keine Überforderung

Identität

Sprache und Identität sind eng miteinander verknüpft

Sprachmischungen

Sprachmischungen sind Teil der natürlichen Kommunikation und Identität in mehrsprachigen Familien

Haltung

Welche Haltung gegenüber Sprechern einer Sprache vermittelt wird, prägt wie erfolgreich der Erwerb einer weiteren Sprache verläuft

Faktoren

Spracherwerb ist individuell und von verschiedenen Faktoren abhängig

Norm

MehrSprachigkeit ist die Norm, Einsprachigkeit die Ausnahme

Unterstützung

Wie kann ich den Spracherwerb unterstützen?